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Neue Medien

Ein Spiel für 2- 4 Kinder ab vier Jahren. Spiel des Jahres 2011

Ein Farbwürfel bestimmt, welches farbige Wurmteil unter die Erde, sprich in den Spielplan geschoben werden darf.  Wer kommt als erster aus den Radieschen gekrochen?

Ein rasantes und witziges Spiel für die ganze Familie.

Es gab ein Leben davor. Dann kam die Seuche. Übrig blieben nur die Teenager. Jetzt, ein Jahr danach, werden die Vorräte knapp und die Überlebenden organisieren sich in Clans. Jefferson, Führer wider Willen des Washington-Square-Clans, und Donna, in die er heimlich verliebt ist, haben sich ein halbwegs geordnetes Leben in all dem Chaos aufgebaut. Doch als Brainbox, das Genie ihres Clans, eine Spur entdeckt, die zur Heilung der Krankheit führen könnte, machen sich fünf von ihnen auf in die gefährliche Welt jenseits ihres Rückzugsortes – Schießereien mit feindlichen Gangs, Flucht vor Sekten und Milizen, Überleben in den Gefahren der U-Bahn-Schächte inklusive. Denn trotz aller Aussichtslosigkeit glaubt Jeff an die Rettung der Menschheit.

Howard Jacobson interpretiert die Geschichte von Shakespeares Drama "Der Kaufmann von Venedig" neu. In einer virtuosen, und zugegebenermaßen nicht immer einfach zu lesenden Sprache (aber es lohnt sich, zum kämpfen!), erzählt er uns die Geschichte der Juden Shylock und Strulovitch, die sich beide auf einem Friedhof treffen.

Ein wunderschönes Ideen- und Mitmachbuch rund um das Thema Schöpfung für Kinder im Volksschulalter. Willi Weitzel hat das Vorwort geschrieben, sogar Papst Franziskus kommt zu Wort mit Auszügen aus seiner Umwelt-Enzyklika "Laudato si". Die wunderbare Schöpfung, unsere schöne Welt, gilt es zu entdecken, zu bestaunen. Wir lernen, dankbar zu sein, wenn unsere Augen geöffnet werden, ob den kleinen, manchmal unscheinbaren Wundern unserer Welt.

Kaum eine moderne Bibelübersetzung hat in den vergangenen Jahren so viel Aufsehen erregt wie die Volxbibel – das religiöse Kultbuch in der Sprache des 21. Jahrhunderts. Sie ist nicht unumstritten, dennoch erreicht sie Lesergruppen,die sonst nicht zur Bibel greifen würden. Bilde dir einfach selbst eine Meinung und lese rein!

Silber -das dritte Buch der Träume ist (leider) der Abschluss dieser schönen Trilogie um das Träumen.
Ganz kurz und knapp, was passiert: Liv Silber ist wohl doch wieder mit Henry zusammen, Anabel ist in der Psychatrie, Jasper ist wieder von seinem Frankreichaufenthalt zurück und Emiliy und Florence zicken wie eh und je. Was jetzt ansteht ist auf der einen Seite endich die Heirat von Liv und Mias Mutter mit Ernest. Das Bocker bockt mal wieder herum und will unbedingt einen berühmten französischen Weddingplaner engagieren. Auf der anderen Seite ist es schon wieder sehr unruhig in den dunklen Traumkorridoren... Anabel, die ihren Psychiater in einen ewigen Traumschlaf versetzt hat, streift wieder durch die Gänge und murmelt etwas vom Dämon, der sich rächen wird an den untreuen Seelen. Arthur scheint das zu gefallen. Vielleicht beseitigt ja der Dämon seine Ex-Freunde und vor allem Liv? Außerdem wird es langsam doch so richtig ernst mit Liv und Henry, und Liv hätte gerne mehr Erfahrung in Sachen Sex vorzuweisen. Könnte man sich nicht die nötigen Erfahrungen im Traum mit dem neuen Nachbarn erwerben? Denn der schnell erfundene Exfreund Rasmus aus Südafrika ist ja nur eine Notlüge gewesen, aus der Liv so schnell nicht wieder herauskommt...Außerdem erfährt man dank Mias detektivischer Fähigkeiten endlich, wer hinter Secrecy steckt (meine Ahnungen haben mich nicht getrügt!).
Ich habe mich an vielen, vielen Stellen sehr amüsiert. Kerstin Giers Schreibstil ist witzig, ihre Ideen brilliant und ich hätte so gerne ihre Schlagfertigkeit im wahren Leben. Schade, dass die Reihe zu Ende ist. Die Auflösung des Rätsels ist sehr gelungen. Ich hätte allerdings doch noch etwas mehr über Henry und Liv erfahren, aber das wäre vielleicht zu indiskret gewesen. Am besten fange ich gleich nochmal mit der Reihe von vorne an, so gut hat sie mir gefallen!

In diesem Buch geht es um Kurz und Klein, das sind zwei Handwerker.Sie leben in einer kleinen Stadt und reparieren alles, und es kommen aber immer neue Sachen dabei raus. Zum Beispiel aus einem tropfenden Wasserhahn machen sie eine Gartendusche. Oder die Eismaschine ist kaputt, dann ist eine Waschmaschine kaputt. Und daraus machen sie eine Eismaschine, die soviel Eis ausspuckt, dass man darin schwimmen kann. Genial, oder?
Mir hat am besten die Gartendusche und die Geschichte mit der Kotz-Kuh in der Seilbahn gefallen. Die Geschichten waren einfach zu lesen und haben mir sehr Spaß gemacht. Ich würde das Buch meinem Freund empfehlen oder zum Geburtstag schenken.
Rasmus (7 Jahre)

Dieser Roman handelt von Flüchtlingen, Einsamkeit, Zerstörung von Illusionen und dem "idyllischen" Landleben im Allgemeinen. Ein altes Haus spielt eine tragende Rolle, ein Haus, das die Schicksale vieler Generationen erlebt hat und tief in seine Mauern und sein Gebälk eingesogen hat.
Hildegard von Kamcke ist mit ihrer achtjährigen Tochter auf der Flucht aus Ostpreußen vor der Roten Armee und landet in dem alten Bauernhaus von Ida Eckhoff im Alten Land (westlich von Hamburg). Die Landschaft ist bekannt für ihren Obstanbau und auch der Bauernhof der verwitweten Ida hat viele Apfel- und Kirschbäume. Als Flüchtling nur geduldet, schuftet die stolze Hildegard trotzdem auf dem Hof. Als der stark traumatisierte Sohn Idas, Karl, aus dem Krieg heimkehrt, gewinnt sie sein Herz. Diese stolze Frau aus Ostpreußen als Schwiegertochter unter ihrem Dach zu haben, ist zu viel für Ida Eckhoff. Eines Tages wird man sie auf dem Dachboden finden, aufgeknüpft an eine Wäscheleine, wie beim Tanzen eingeschlafen. Hildegard hält es nicht lange auf dem Land. Zusehr ist das Leben dort unter ihrem Niveau. Schon bald wird sie sich mit einem reichen Architekten nach Hamburg aufmachen und ihre Tochter Vera bei Karl zurücklassen. Vera, die Einserschülerin, das Flüchtlingskind, das sonderbare Mädchen, dass nur in Unterwäsche bekleidet einfach mal so in die Elbe springt, bringt es zur Zahnärztin und eröffnet eine Praxis im Dorf. Sie kümmert sich um ihren Stiefvater, der immer wunderlicher wird und stark unter den traumatischen Belastungen des Krieges leidet.
Hildegard bekommt eine weitere Tochter, Marlene. Marlene kennt ihre Mutter, aber weiß nichts über Hildegard von Kamcke aus Ostpreußen. Trotzdem leidet sie unter der zur Schau getragenen Gefühlskälte der Mutter, dem Stolz und dem Zwang immer den Kopf nach oben zu tragen. Ihren Kindern Thomas und Anna wird es ähnlich gehen. Erst wird Anna zum Wunderkind am Piano erzogen, dann ist es Thomas, das wahre Musikgenie der Familie und Anna wird hintangestellt. Anna flüchtet vor ihrer Familie in eine Tischlerlehre und eine Beziehung zu einem beliebten Krimischriftsteller. Bald bekommen sie einen kleinen Sohn, Leon, doch das Leben in Hamburg-Ottense erträgt Anna kaum. So wenig kann sie sich mit den bewussten Muttis identifizieren, deren Kinder an Demeter-Reiswaffeln kauen und von Frühförderung zu Frühförderung hetzen. Als Anna bemerkt, dass ihr Freund sie betrügt, flieht sie zu Vera aufs Land. Dort treffen zwei Frauen aufeinander, die beide immer noch unter den Spätfolgen der Flucht leiden, unter Gefühlskälte, unter Bindungsangst. Anna will als Tischlerin das alte Haus Veras wieder "schier" machen. Vera braucht lange, um das wirklich zu zulassen. Genauso lange braucht Anna, um sich von ihren Ängsten zu befreien.
Geschmückt ist die Geschichte um Anna und Vera mit herrlich komischen Szenen über das Landleben, über die Illusionen der Städter, die meinen, alles besser zu wissen, als die alteingessenen Bauern und die schließlich daran verzweifeln.
Die Sprache ist wunderschön poetisch, arbeitet mit vielen Bildern, die manchmal ungewöhnlich, aber doch sehr eindrücklich sind. Für mich ist dieses Buch DAS MUST-READ des Jahres 2015 und ich lege es euch dringend ans Herz und auf den Büchertisch.

Krishna Mustafa wird von seiner Freundin Laura verlassen. Angeblich soll er erstmal seine Identität suchen und finden. Krishna lebt mit seiner deutschen Mutter in Freiburg, lebte aber bis zu seinem sechsten Lebensjahr in Istanbul. Nun ist er dort zurückgekehrt um nach seinen Wurzeln zu forschen. Doch, wenn du wissen willst, was ein Wald ist, fragst du dann die Bäume oder die Vögel? Mit solchen Fragen ist Krishna konfrontiert, als er versucht, das Leben in Istanbul zu verstehen. Sein Cousin Emre zieht derweil nach Freiburg in Krishnas WG-Zimmer. Beide machen kulturelle Grenzerfahrungen.
Zunächst einmal hat mich die Naivität, um nicht zu sagen Dummheit, von Krishna Mustafa irritiert. Doch mit dieser Haltung erfährt er ganz viel über die Türkei und ihre Bewohner. Durch eine Verkettung von unglückseligen Umständen wird er sogar von einem Journalisten zu einem Dschihadisten gemacht. Ich habe viel über die Gezi-Parkdemonstrationen und die Haltung der jungen Türken zu Erdogan erfahren. Im Text sind immer wieder sehr schöne Gedanken eingestreut, die dieses Buch noch lange nachhallen lassen. Die naive Haltung Krishnas wird immer wieder durch die eingeschobenen Kapitel des Chors der Einäugigen konterkariert. Nicht alles davon konnte ich als Nichttürkin verstehen, lachen musste ich trotzdem.
Ein sehr zu empfehlendes Buch für Deutsche UND Türken und alle, die nicht in Schubladen denken wollen.

Anders Björkelid hat eine sehr spannende Fortsetzung von Dohlenwinter geschrieben - und es geht noch weiter!
Das Band, das zwischen den Zwillingen war, ist nicht mehr zu spüren und dieser Teil der Geschichte wird nur von Wulf erzählt. Wulf und Sunia sind immer noch im Richtring gefangen. Sie tauchen ein in die Erinnerung von Atlavis, der sich für sie als Grimm des Rings geopfert hat. Doch dann öffnet sich der Ring und die Leibjäger kommen, um Sunia, die durch ihre erste Regelblutung zur Frau geworden ist, zum Frühlingsritual der Mondpriesterinnen zu bringen. Auch die Bergherrin ist wieder dabei. Streng schauen die Leibwächter darauf, dass die Traditionen gewahrt werden. Sunia soll nicht das Schwert tragen, geht aber weitaus geschickter damit um als Wulf. Während des Rituals nähern sich Hühnenwölfe, riesige Gestalten, die Eis und Frost mit sich bringen. Die Leibwächter sollen durch einen Kreis um die Mondpriesterinnen die Durchführung des Rituals schützen, was ihnen mit Mühe gelingt. Der Unwitter ist zurückgekehrt! Sunia und Wulf werden von der Bergherrin nach Funisburg geschickt, wo der dritte Teil des Bundes bei Hug sein soll und auch um ein Signalfeuer in einem seit 1000 Jahren verschlossenen Turm zu entzünden, um alle vor der Rückkehr des Unwinters zu warnen. In Funisburg werden sie zunächst von der Statthalterin Midun empfangen. Erst nach längerem verweist sie sie in die alte Stadt der Blütigen, Kasan, wo sie vielleicht Hilfe erfahren könnten. Doch die alte Stadt zeigt sich gefangen in ihren strengen Traditionen und Sitten und die ungeduldige Sunia hält es fast nicht dort aus. Zu viel unnütze Zeit verstreicht um zu Hug zu gelangen. Sie versuchen zu fliehen, merken aber, dass sie durch das Blutfeuer an Kasan gebunden sind. Unerwartete Hilfe erfährt Wulf in der Bibliothek, wo er sich sehr viel Wissen über die Blütigen anliest. Ein zugesteckter Zettel verrät ihnen die Möglichkeit zur Flucht. Doch die Galgenmänner warten schon auf sie...
Am Anfang fiel es mir ziemlich schwer, in die Geschichte von Sunia und Wulf wieder hineinzukommen. Zu bildgewaltig war die Sprache von Anders Björkelid. Doch die Spannung wurde sehr gut aufgebaut. Man hielt es fast nicht mehr mit Sunia in Kasan aus, sondern wollte ausbrechen aus der unerträglichen Wartesituation. Das Ende war unglaublich turbulent und anstatt Antworten auf die vielen Fragen über Sunias und Wulfs Vater zu erhalten, stellen sich immer wieder neue Fragen. Ich bin so gespannt auf den nächsten Teil!

Band 1 Dohlenwinter

Der älteste Sohn der indischen Familie Patel, der reichsten Familie im Dorf, soll Arzt werden. Nach seinem Medizinstudium schickt ihn sein Vater in die USA, wo er am Parkview Hospital in Dallas seine Ausbildung als Assistenzarzt vervollständigen soll. Der junge Inder, noch streng nach den alten Traditionen erzogen, trifft auf die moderne westliche Welt mit völlig neuen Sitten, vorallem was die Beziehung zwischen Mann und Frau betrifft. Anil ist ehrgeizig und arbeitet sich nach oben. Er wohnt mit zwei anderen indischen Männern in einer WG. Einer davon ist den westlichen Sitten gegenüber sehr aufgeschlossen, der andere versucht sich so zu verhalten, wie er es gewohnt ist.
Anil muss erfahren, dass sein Vater gestorben ist, leider ist die Zeit zu knapp, sodass er nicht mehr zur Beerdigung kommen kann. Sein Vater war eine sehr wichtige Person für Anil, außerdem hatte er die Rolle eines Ratgebers für das kleine Dorf. Diese schwere Aufgabe muss nun Anil übernehmen. Bei seinem nächsten Besuch daheim, noch völlig durcheinander durch einen tödlichen Diagnosefehler, sieht er sich dieser schweren Aufgabe kaum gewachsen. Daheim erfährt er auch, dass Leena, mit der er eine keusche Romanze in seiner Kindheit hatte, inzwischen verheiratet ist. Ihre Eltern haben wie es üblich ist, die Ehe arrangiert, mussten allerdings Schulden bei der Familie Patel machen, um die hohe Mitgift zu bezahlen. Leena lebt nun in einem kleinen Dorf 100 km weit weg von zuhause. Von Reichtum kann nicht die Rede sein, das Haus ist heruntergekommen, die Felder verwahrlost, Schwiegermutter und Schwägerin behandeln sie wie eine Sklavin und ihr Mann schlägt und misshandelt sie. Doch von alldem bekommt ihre Familie daheim nichts mit und Leena schämt sich zu sehr, es zuzugeben. Sie will doch eine gute Ehefrau sein! Irgendwann kommt es zum Eklat: Leenas Ehemann versucht sie zu verbrennen, aber sie kann schwer verletzt fliehen und kehrt - in Schande - wieder nach Hause zurück. Die Familie ist seitdem geächtet und in Armut.
Von alldem weiß Anil nichts als er zurückkehrt. Er hat selbst eine Beziehung mit seiner amerikanischen Nachbarin angefangen und weiß nicht, ob er das seiner Familie sagen soll. Gleichzeitig wird der Druck im Krankenhaus immer größer, die Konkurrenz unter den Assistenzärzten wächst. Anil macht sich Sorgen, ob er das alles schaffen wird. Seine Mutter erwartet von ihm, dass er nach Indien zurückkehrt. Doch Anils Pläne sind andere. Bei einem weiteren Besuch in Indien trifft er Leena wieder...

Dieses Buch hat mir die Augen geöffnet. Ich wusste nicht, wie sehr in Indien die Tradition von vermittelter Ehe noch gelebt wird, wie wichtig die Mitgift ist, die offiziell seit 1961 schon verboten ist, aber immer noch verschulden sich Familien. Auch wie weit es verbreitet ist, dass Ehefrauen gequält und verbrannt werden, auch von den Schwiegermüttern, war mir in diesem Ausmaß nicht bekannt. Mich hat diese große Diskrepanz zwischen Tradition und Moderne erstaunt. Ich danke der Autorin, dass sie dieses Thema der westlichen Welt auf diese Weise näher gebracht hat und ich hoffe, dass sich dadurch etwas ändern wird.

Wenn jemand aus Sch... Gold machen kann, dann Lars Simon. Seine Tierexkrementetrilogie ist sehr erfolgreich und das aus gutem Grund: Skurrile Charaktere, die durch ihre Überzeichnung unglaublich witzig sind  und konsequent durch die drei Bücher entwickelt werden und eine ebenso skurrile Story gehören zum Erfolgsrezept des Autors.
Worum geht es diesmal?
Torsten erwirbt das kleine Ferienhäuschen und steckt mitten in den Renovierungsarbeiten, als Lindas Vater auftaucht. Linda sei verschwunden! Eigentlich sollte sie in Lappland bei ihrem Ex-Freund Olle sein, um an einem Kulturprojekt mitzuarbeiten, doch seit Tagen sei sie nicht mehr erreichbar. Torsten und sein Überraschungsgast Rainer, der auf der Suche nach einem neuen Kulturintegrationskurs inklusive Sprachkurs ist, machen sich auf in den eisigen Norden, um Linda aufzuspüren. Was sie auf dem Weg dorthin erleben, geht auf keine Rentierhaut: Rasende Asen, randalierende Feministinnen und vor allem Schnee, sehr viel Schnee. Der Weg zum, es darf verraten werden, Happy End ist eisig und mühsam, aber unglaublich lustig.
Ein köstlicher Lesespaß!

Band 1 Elchscheiße

Band 2 Kaimankacke

Es fällt mir immer sehr schwer eine Rezension über ein Buch zu schreiben, das mich nicht so mitgerissen hat, wie offensichtlich die meisten anderen LeserInnen. Oft kann ich gar nicht greifen, was mir nicht so gefallen hat, oft sind es ganz persönliche Assoziationen und der Autor oder die Autorin wird deshalb vielleicht zu unrecht schlecht von mir beurteilt. Deswegen vorab: Der Schreibstil und die deutsche Übersetzung sind hervorragend! Die Story ist durchaus spannend und fesselnd, und trotzdem...

Worum geht es?
Holmes und ich spielt in einem Elite-Internat in Connecticut, USA. Die Geschichte wird aus Sicht von James Watson in der Ich-Form erzählt, einem Nachfahren DES berühmten John Watson, Sherlock Holmes treuen Begleiter. Der junge Mann hat an der Schule ein Rugby-Stipendium bekommen, fühlt sich aber noch nicht richtig von seinen MitschülerInnen angenommen. Überhaupt sehnt er sich nach London zurück, wo er ein paar Jahre gewohnt hat, obwohl er in den USA geboren wurde. An der gleichen Schule (welch ein Zufall?) ist auch Charlotte Holmes, die exzentrische Nachfahrin des berühmten Sherlock und Teil des ebenso exzentrischen Holmes-Clans. Schon an dieser Stelle fand ich die Geschichte erzwungen: Warum muss eine Begegnung von Holmes und Watson nun unbedingt in den USA passieren? Und - obwohl es sich viel später aufklärt - kam es mir zu Beginn des Buches sehr unwahrscheinlich vor, dass sich die beiden gerade dort zufällig am gleichen Internat befinden. James hat offensichtlich Berührungsängste, doch eine fiese Bemerkung eines Mitschülers lässt ihn die Fäuste erheben und für Charlotte kämpfen. Kurz danach ist sein Gegner tot und Charlotte und James sind die Hauptverdächtigen. Auf der Suche nach dem Mörder wachsen die beiden doch irgendwie zusammen, doch kann man einem Mitglieder der Familie Holmes tatsächlich nahe kommen?
Die Jagd nach dem Mörder ist tatsächlich sehr spannend gestaltet und man wird auf verschiedene Spuren gelenkt. Parallelen zu den originalen Sherlock Holmes-Geschichten tauchen auf, ein weiterer Anschlag passiert und James gerät in höchste Gefahr.
Meiner Meinung nach versuchte die Autorin zu zwanghaft die Charakterzüge des Originals auf ein 16jähriges Mädchen zu übertragen. Sie hat der Figur zu wenig Platz gelassen um eigene Charakterzüge zu entwickeln, was ich schade fand. Ein 16jähriges Mädchen ist kein 40jähriger Mann aus dem Ende des 19. Jahrhunderts. Das ist wohl der Hauptgrund, warum mir das Buch nicht so gut gefallen hat. Ich liebe Sherlock Holmes-Geschichten, auch die neuesten Verfilmungen mit Robert Downey Jr. oder Bendedict Cumberbatch finde ich klasse, aber auch hier konnten die Schauspieler ihrer Figur jeweils einen besonderen Touch verpassen.
Ansonsten war der Plot sehr gut entwickelt, manchmal fand ich ihn ein wenig zu sehr konstruiert. Es kommt bestimmt ein zweiter Band. Vielleicht findet da die Autorin den Mut, Charlottes Charakter weiter zu entwickeln.

ELizabeth LaBan erzählt mit ihrem Jugendromandebüt eine tragisch-schöne Geschichte. Es ist sehr gut übersetzt. Schön finde ich, dass für den deutschen Titel ein Shakespeare-Zitat gewählt wurde (im Original heißt es The Tragedy Paper), das den Tenor der Geschichte sehr gut trifft. Es gibt auf der einen Seite Schmerz, auf der anderen Seite Glück. Beides gilt es auszuhalten.
Worum geht es?
Im Irving-College gibt es viele Traditionen, u.a. die, dass die Schüler der Abschlussklasse ihren Nachfolgern ein Geschenk in ihrem Zimmer hinterlassen. Duncan bezieht das Zimmer von Tim (ausgerechnet!), der ihm eine Reihe von besprochenen CDs hinterlässt. Der Roman ist so aufgebaut, dass wir abwechselnd Tims Geschichte hören und dann von Duncans Reaktion darauf und sein Abschlussjahr an der Irving-Highschool erfahren. Eine weitere Tradition der Schule ist, dass die Schüler einen großen Aufsatz über das Thema Tragödie schreiben müssen. Mr. Simon, der Englischlehrer zelebriert dies im Unterricht. Er lässt immer wieder Zusatzinformationen durchsickern, von denen die Zuspätgekommenen unter Strafe nichts erfahren dürfen. Tim erzählt Duncan, dass er ihm mit seiner Geschichte die perfekte Grundlage für Duncans Tragödienaufsatz gibt. Was im letzten Schuljahr passiert ist, wissen wir lange nicht. Die Spannung wird sehr gut aufgebaut, Duncan ist es sichtlich unangenehm,  je näher Tims Erzählung ihrem Höhepunkt kommt. Offensichtlich war er Zeuge von Tims Tragödie.
Tim ist ein Außenseiter. Als Albino fühlt er sich ständig angestarrt und ausgegrenzt, obwohl das meiner Meinung nach eine rein subjektive Empfindung ist. Er wird eigentlich ganz gut in Irving aufgenommen, obwohl er nur für das letzte halbe Jahr dort hingeht. Schon auf dem Weg zur Schule, auf dem Flughafen, verliebt er sich in Vanessa, die ebenfalls in der Irving Highschool ist. Doch Vanessa hat einen Freund, der sportliche und beliebte Patrick. Vanessa scheint die Gefühle für Tim durchaus zu erwidern, doch beide können sich nicht aus ihren selbstgebauten Gefängnissen befreien, Tim aus seinen Minderwertigkeitskomplexen und Vanessa aus der Beziehung zu Patrick. Tim hadert mit sich, soll er um Vanessa kämpfen? Und was will Patrick die ganze Zeit von ihm? Tim hat sehr viele Unsicherheiten, die er mit Coolness überspielen will,z.B.  möchte er seine Sonnenbrille nicht aufsetzen, obwohl er weiß, dass grelles Licht seinen Augen schadet. Durch Tims Geschichte kann Duncan seine eigenen momentanen Erlebnisse besser reflektieren und sogar daraus lernen, es besser zu machen, als sein Vorgänger.
Ich fand die Geschichte sehr spannend und sehr gut zu lesen. Es ist zwar als Jungenbuch angelegt, doch auch Mädchen finden einen leichten Zugang zu der Geschichte.

Um was geht es?
Sherwood Holmes ist ein Junge und noch dazu der beste Detektiv der Welt. Aber niemand weiß es, weil er im Verborgenen arbeitet. Deswegen beschließt er einen Blog zu schreiben. Er hat auch gleich ein paar Fans, die seine Geschichte eifrig lesen und kommentieren. Sherwood erzählt uns den spannenden Fall der verschwundenen Megafauna. Für alle, die nicht wissen, was das ist, das wird im Buch erklärt. Sherwood benutzt ganz schön viele komplizierte Wörter, die werden zwar erklärt, aber es ist schon schwer zu lesen, obwohl ich die meisten Wörter kannte. Sherwood klingt so manchmal ein wenig überheblich und eingebildet. Außerdem ist er leicht beleidigt, wenn ToughGirl oder andere etwas kommentieren.
Die Geschichte ist schon spannend und hat eine ungewöhnliche Wendung. Es soll auch eine Fortsetzung geben. (Leon 10 Jahre).

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