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Anders Björkelid, Feuerträger (Band 2 der Blütigen-Trilogie)

Anders Björkelid, Feuerträger (Band 2 der Blütigen-Trilogie)

Anders Björkelid hat eine sehr spannende Fortsetzung von Dohlenwinter geschrieben - und es geht noch weiter!
Das Band, das zwischen den Zwillingen war, ist nicht mehr zu spüren und dieser Teil der Geschichte wird nur von Wulf erzählt. Wulf und Sunia sind immer noch im Richtring gefangen. Sie tauchen ein in die Erinnerung von Atlavis, der sich für sie als Grimm des Rings geopfert hat. Doch dann öffnet sich der Ring und die Leibjäger kommen, um Sunia, die durch ihre erste Regelblutung zur Frau geworden ist, zum Frühlingsritual der Mondpriesterinnen zu bringen. Auch die Bergherrin ist wieder dabei. Streng schauen die Leibwächter darauf, dass die Traditionen gewahrt werden. Sunia soll nicht das Schwert tragen, geht aber weitaus geschickter damit um als Wulf. Während des Rituals nähern sich Hühnenwölfe, riesige Gestalten, die Eis und Frost mit sich bringen. Die Leibwächter sollen durch einen Kreis um die Mondpriesterinnen die Durchführung des Rituals schützen, was ihnen mit Mühe gelingt. Der Unwitter ist zurückgekehrt! Sunia und Wulf werden von der Bergherrin nach Funisburg geschickt, wo der dritte Teil des Bundes bei Hug sein soll und auch um ein Signalfeuer in einem seit 1000 Jahren verschlossenen Turm zu entzünden, um alle vor der Rückkehr des Unwinters zu warnen. In Funisburg werden sie zunächst von der Statthalterin Midun empfangen. Erst nach längerem verweist sie sie in die alte Stadt der Blütigen, Kasan, wo sie vielleicht Hilfe erfahren könnten. Doch die alte Stadt zeigt sich gefangen in ihren strengen Traditionen und Sitten und die ungeduldige Sunia hält es fast nicht dort aus. Zu viel unnütze Zeit verstreicht um zu Hug zu gelangen. Sie versuchen zu fliehen, merken aber, dass sie durch das Blutfeuer an Kasan gebunden sind. Unerwartete Hilfe erfährt Wulf in der Bibliothek, wo er sich sehr viel Wissen über die Blütigen anliest. Ein zugesteckter Zettel verrät ihnen die Möglichkeit zur Flucht. Doch die Galgenmänner warten schon auf sie...
Am Anfang fiel es mir ziemlich schwer, in die Geschichte von Sunia und Wulf wieder hineinzukommen. Zu bildgewaltig war die Sprache von Anders Björkelid. Doch die Spannung wurde sehr gut aufgebaut. Man hielt es fast nicht mehr mit Sunia in Kasan aus, sondern wollte ausbrechen aus der unerträglichen Wartesituation. Das Ende war unglaublich turbulent und anstatt Antworten auf die vielen Fragen über Sunias und Wulfs Vater zu erhalten, stellen sich immer wieder neue Fragen. Ich bin so gespannt auf den nächsten Teil!

Band 1 Dohlenwinter