Neu: Die Saatgutbibliothek
Wir sind auch dabei! Im letzten Jahr startete das Pilotprojekt Saatgutbibliothek im Tiroler Unterland. Nun - im zweiten Jahr - sind auch viele Gemeindern von Innsbruck - Land dabei. Vroni Schneider vom Freiwilligenzentrum Innsbruck-Land konnte mit Marianne Enthofer eine Expertin in Sachen Saatgut gewinnen. Zusammen haben sie in Rekordzeit Saatgutboxen zusammengestellt, in der regionale und altbewährte traditionelle Sorten wie der Tiroler Forellenschluss oder der Brotklee Ulten zu finden sind.
In Ranggen möchten wir dieses Projekt in enger Zusammenarbeit mit dem OGV verwirklichen, der dieses Jahr sein 115jähriges Bestehen feiert. Wir haben die Bücher und das Ausleihwissen - Helga Plunser, Obfrau des Rangger OGV, das Fachwissen, wenn es um das Aussäen und die Pflege sowie die Samengewinnung geht.
Das gemeinsame Gärtnern bringt die Leute zusammen, sorgt für Austausch und wirkt generationenübergreifen. Gemeinsam garteln wir außerdem für die Artenvielfalt! Zusammen können wir die alten Sorten erhalten, die besonders gut für unsere Region geeignet sind.
Wie funktioniert eine Saatgutbibliothek?
Die Samen werden in der Bibliothek "entliehen" und daheim im Garten, auf dem Balkon oder auf der Fensterbank in Töpfen ausgesät. Dann kann den Pflanzen beim Wachsen zugesehen werden. Mit etwas Glück werden dann nach erfolgreicher Ernte einige Samen davon wieder in die Bibliothek zurückgebracht, sodass im nächsten Jahr ein weiterer Versuch mit den Samen gestartet werden kann.
Die Samen stammen übrigens zum Teil aus der Tiroler Genbank in Innsbruck, die schon seit über 100 Jahren zum Erhalt der alten Sorten beiträgt, aber auch von der Firma Reinsaat.