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Neue Medien

"Am Ende handeln alle Geschichten von der Liebe und ihrem langen Schatten, der Angst. ….
Es ist die Geschichte vom Untergang meines Volkes, das lange vor euren Ahnen, vor dem Kleinen Volk und den zahlreichen Menschenvölkern in den tiefen Wäldern wohnte, den Gesang der Flüsse von den Bergen bis zum Meer vernahm und auf dem Rücken von Lindwürmern durch die Nebel flog...
Wir gingen zugrunde
an einer Legende
vom Frieden aller Völker".
 
Das ist sicher eines der ungewöhnlichsten Fantasybücher, die ich bisher gelesen habe, aber auch eines, das mir noch lange im Gedächntnis bleiben und mich wohl auch noch eine Weile beschäftigen wird. Dabei verlangt die Autorin Jenny-May Nuyen ihren Leserinnen und Lesern viel ab, denn die zahlreichen Wendungen, die (politischen) Intrigen, die nur allzu menschlichen Entscheidungen der ungewöhnlichen ProtagonistInnen sind nichts für schwache Nerven.
 
Worum geht es?
Einst gab es vier Iliaden, magische Artefakte, die den Frieden auf der Welt bewahrt haben: einen magischen Becher, der die Vergangenheit bewahren konnte, eine Flöte, um mit Tieren zu sprechen, einen Spiegel um sich selbst zu erkennen und eine Sternenscheibe, um die Zukunft zu sehen. Diese vier Artefakte sind nun bei verschiedenen Völkern, teilweise sind sie zerstört oder gelten als verschollen.
Fayanú, ein Elfenkind, ist laut der Sternenscheibe dazu ausgewählt worden, die vier Iliaden zu vereinen, die noch mehr Wirkkraft erhalten, wenn sie in Liebe verschenkt wurden. Dafür muss Fayanú allerdings eine Menge von Enttäuschungen und Leid ertragen.
Irgendwann kreuzen sich die Wege von Fayanú und Walgreta, einer hochgeborenen Zwergin und sie verlieben sich ineinander. Zusammen schmieden sie einen Plan. Sie möchten alle Iliaden sammeln und an die weisen Frauen verschenken, damit wieder Friede auf der ganzen Welt herrscht. Doch leider kommt es anders und der vielleicht etwas naive Plan der beiden wird gestört durch  den Machthunger der vielen Völker. 
Walgreta und Fayanú treffen viele Entscheidungen, die leider nur allzu menschlich sind, sie werden getrennt, gehen ihrer eigenen Wege, zwar immer mit dem Ziel, die Iliaden zu finden und zu verschenken, kommen aber irgendwie immer weiter von ihrem Weg ab. 
Ich möchte nicht zu viel über diese wunderschöne Story verraten. 
Was noch unbedingt erwähnt werden muss, ist die wunderschöne poetische Sprache, in der Jenny-May Nuyen schreibt. Ein seltener Genuss!

Wirkungsvoll vorbeugen, erkennen und behandeln

In unseren Gärten ist immer was los - es flattert, summt, wächst und... da beißt doch was! Neben nützlichen Tieren und sprießenden Pflanzen verstecken sich auc ungebetene Gartengäste: Mehltau, Blattlaus und andere Plagegeiser können GärtnerInnen das Gartenleben schwer machen. Doch tun sie das wirklich? Fiona Kiss und Andreas Steinert zeigen mit Fachwissen und humor, wie Sie Pflanzenkrankheiten und Schädlinge bei Gemüse und Obst, in Blumenbeet und Rasen erkennen und diesen mit ökologischen Verfahren entgegenwirken können.

Neophyten, die stillen Eroberer. Ethnobotanik, Heilkunde und Anwendungen

Ein ungewohnter, unvoreingenommener Blick auf die eingewanderten Pflanzen. Dieses Buchzeigt, wie wir die eingewanderten Pflanzen mit anderen Augen sehen, sie verstehen und  nutzbringend anwenden können. Mit erstklassigen Fotos von Frank Brunke.

Ernten bis zum Umfallen!

Hochbeete haben die Gärten und Terrassen in Windeseile erobert, versprechen sie doch das, wovon jeder träumt anbauen auf bequemer Höhe, viel Ernte und Schutz vor ungebetenen Gästen. Soweit die Theorie. Aber womit fängt man an und was braucht das Gemüse, damit es im magischen Mikroklima des Hochbeets üppig wächst? Doris Kampas sorgt dafür, dass du sofort loslegen kannst, und hat sieben spannende Themenbeete zusammengestellt, die alle Wünsche erfüllen: Vom Around-the-World-Beet für Entdeckerinnen über das Den-ganzen-Winter-frisches-Gemüse-Hochbeet für Ganzjahres-Gärtner bishin zum Kleine-Hände-Beet für Kinder.

Mit der Vielfalt der Kräuter können Sie sich auf ganz natürliche Weise etwas Gutes tun. Vom Lippenbalsam bis zum Ingwerhustenhonig, vom Rosenpesto bis zum Goldmelissensirup - für jeden Anwendungsbereich gibt es in diesem Buch die passenden Rezepte. Dank einfacher Beschreibungen, genau erklärter Zubereitungsschritte und vieler nützlicher Informationen zum Sammeln und Trocknen von Kräutern sowie zur Aufbewahrung und Haltbarkeit stellen Sie im Handumdrehen Ihre eigenen Heilmittel und Schönheitspflegeprodukte selbst her und verwöhnen sich und Ihre Familie mit aromatischen Köstlichkeiten.

Das komplette Praxiswissen für Bio-Gärtnerinnen und Bio-Gärtner! yes

Die Freude an der Gartenarbeit, das gute Gefühl, biologisch und nachhaltig anzubauen, und nicht zuletzt der unvergleichliche Geschmack der Bio-Lebensmittel aus dem eigenen Hausgarten sind die wertvolle Ernte des großen Biogarten-Buches! Ausführliche Grundlagen und aktuelles Wissen über den Anbau von Gemüse, Obst, Kräutern, Blumen, Pilzen und Getreide machen dieses Buch zum unentbehrlichen Nachschlagewerk für AnfängerInnen, Fortgeschrittene und Profis. Das Anlegen eines Nutzgartens, Aspekte der Selbstversorgung, Kompostierung, Bewässerung, das Gärtnern mit Kindern und vieles mehr werden praxisnah und fundiert beschrieben.

Schaff dir einen Biogarten zum Ernten, Freuen und Teilen!

Andrea Heistinger hat ihr Buch dem Garten als Platz zum Leben gewidmet, als Ort, der uns Freude macht, aber auch so manche Herausforderung mit sich bringt. Und was wäre das Leben ohne Herausforderungen? Genau - also auf in den Garten!

Lass dich vom neuen Gartengefühl anstecken: lustvoll in der Erde graben, anpacken und mit den eigenen Händen etwas schaffen Wissen und Ernte teilen, draußen essen, feiern, schlafen - klingt doch nach einem guten Plan.

Oktober 1997: Zwei junge Pärchen zelten
im deutsch-belgischen Grenzgebiet. Zwei
Tage später wird eines der Paare tot im Wald
gefunden, das andere bleibt verschwunden.
Gegenwart: Der Kölner Reporter Jan Römer
berichtet in der Rubrik »Ungelöste Kriminal-
fälle«
über die Morde. Was geschah in jener
Nacht in den Ardennen? Fiel das zweite
Paar demselben Täter zum Opfer, oder
brachten sie selbst ihre Freunde um und
tauchten nach der Tat unter? Gemeinsam
mit seiner besten Freundin Mütze beginnt
Jan Römer zu ermitteln — und sticht in ein
Wespennest ...

Das Letzte, was sie hörte, war ein Schlaflied

Herbst 1997: Auf dem Wilzenberg wird eine junge Frau tot aufgefunden, ermordet durch einen Stich ins Herz. Der Täter lässt nichts zurück außer einer Spieluhr, die 'Hush little baby' spielt.

Gegenwart: Jan Römer, Reporter für ungelöste Kriminalfälle, rollt mit seiner Kollegin Mütze das Verbrechen neu auf. Warum trug das Opfer trotz der Kälte nur ein dünnes rotes Kleid? Warum kann niemand etwas zu dem Gästehaus im Wald sagen, in dem die Frau damals arbeitete? Dann wird wieder eine Frau getötet. Auch neben ihrer Leiche wird eine Spieluhr gefunden. Und Jan Römer begreift, dass die Vergangenheit nicht tot ist …

Zeit der Rache

Wenn der Wanderer kommt, sterben Menschen. Elf in Tannenstein, einem abgelegenen Ort nahe der tschechischen Grenze. Ein Tankwart im Harz, eine Immobilienmaklerin aus dem Allgäu. Der Killer kommt aus dem Nichts, tötet ohne Vorwarnung und verschwindet spurlos.

Der Einzige, der sich ihm in den Weg stellt, ist Alexander Born: ein Ex-Polizist mit besten Kontakten zur Russenmafia. Einst hatte der Wanderer seine Geliebte getötet, jetzt will Born Rache – und wird Teil einer Hetzjagd, die dort endet, wo alles begann: Tannenstein.

»Mehr als nur ein blutiger und sprachgewaltiger Thriller. Fast schon eine Sensation!«

Verena Thies, Bayrischer Rundfunk

In den 80ern wurde dein bester Freund getötet - jetzt jagst du seinen Mörder.

Sommer 1986: Eine Kölner Clique verbringt ein Party- Wochenende in einer Blockhütte im Bergischen Land. Zwei Tage lang Bier, Musik, Baggersee und Flirts. Am Ende sind zwei junge Menschen tot - das Mädchen vergewaltigt und erstochen, der Junge brutal erschlagen. Der Doppelmord wird nie aufgeklärt.
Der Kölner Zeitungsredakteur Jan Römer soll Jahre später über den ungelösten Kriminalfall schreiben. Römer erinnert sich gut, denn das Wochenende im Wald war das Ende seiner Jugend - er gehörte selbst zu jener Clique. Gemeinsam mit seiner besten Freundin Mütze will er herausfinden, was damals wirklich geschah. Zu spät merkt er, in welche Gefahr er sich dadurch bringt...

»Eines jener Bücher, wo man die Nacht durchliest, um zu wissen, wie es ausgeht. Und sich hinterher ein kleines bisschen cooler fühlt, weil man auch in den 80ern aufgewachsen ist.« Stefan Gerold/Neue Westfälische

»Endlich nach langer Zeit wieder ein Buch, das süchtig macht. Genau die richtige Mischung aus Witz, guten Figuren und Spannung, die einen bis zur letzten Seite bannt.« Katja Mitic/Die Welt

Dieser Roman ist meiner Meinung nach ein Muss für Sherlock Holmes - Fans. Sherlock Holmes - DER Detektiv, mit dem alles begann, mehrfach verfilmt, vertont und in zahlreichen literarischen Werken zitiert und als Vorbild genommen.
Graham Moore erschuf aus zahlreichen Fakten einen packenden Roman auf zwei Zeitebenen. Auf welchen historischen und modernen Tatsachen der Roman beruht, beschreibt Graham Moore genau in seinem Nachwort. Um so interessanter ist es, nach dem Lesen zu staunen, wie viel Wahrheit in dieser Geschichte steckt.
 
Im London im Jahr 1900 leidet Arthur Conan Doyle unter der erdrückenden Macht seines Helden Sherlock Holmes. Ganz London scheint im Detektiv-Fieber zu sein, beinahe wird Conan Doyle gar nicht mehr als Autor dieser fiktiven Figur wahrgenommen, sondern lediglich als Watsons Literaturagent. Kurzerhand lässt er seinen Detektiv bekanntermaßen in die Reichenbachfälle stürzen, um sich ein für alle mal anderen literarischen Dingen widmen zu können. Doch er hat nicht mit der heftigen Reaktion seiner Leserschaft gerechnet, die doch tatsächlich Trauerbinden tragen und den Verlust dieses tollen Mannes beklagen. Noch dazu wird Conan Doyle von der Londoner Polizei in die Aufklärung eines grausligen Mädchenmordes hinzugezogen. Sein Freund Bram Stoker - fast like Watson - steht im treu zur Seite. Bis zum schrecklichen Ende.
 
New York, 2010: Harold White hat es tatsächlich geschafft, endlich in den Kreis der Irregulars, einem illustren Kreis von Sherlockianern, aufgenommen zu werden. Just zu dem Zeitpunkt, als Alex Cale endlich das verlorene Tagebuch von Arthur Conan Doyle auf der Hauptversammlung präsentieren will. Doch Alex wird in der Nacht vor der Präsentation in seinem Zimmer tot aufgefunden. Harold und eine etwas zweifelhafte Journalistin erhalten den Auftrag, den Mord aufzuklären und das Tagebuch zu beschaffen, das ebenfalls aus dem Zimmer verschwunden ist. Es folgt eine spannende Jagd nach dem Tagebuch im heutigen London und anderen Sherlock-Holmes-Schauplätzen. Es wird viel zitiert, viel deduziert, ganz im Sinne des großen Vorbildes.
Die Geschichte endet natürlich mit einem Knall und da ein guter Krimi auch eine Lösung verlangt, kann der Leser auch diese im Laufe der Zeit selbst erraten und am Schluss den Fall mitlösen.
 
Die Geschichte ist durch die beiden Zeitebenen sehr klug miteinander verknüpft. Sogar die Gemütslage der beiden Protagonisten (Arthur und Harold) scheinen sich häufig zu ähneln. Sehr interessant fand ich die historischen Fakten, die in den Roman eingeflossen sind (Sufragetten, die elektrische Straßen- und Hausbeleuchtung usw.), sowie das Verhältnis von Conan Doyle und Bram Stoke.
Leider bleibt aber Harold als Person etwas blass, deswegen fiel mir auch der Beginn des Romans etwas schwer. Aber die Spannung, der Aufbau und das Miträtseln wiegen das wieder auf.
Eine ganz klare Leseempfehlung - für Sherlock-Fans und solche, die es noch werden wollen!

Wir lieben die Bücher von Sven Nordqvist. Schon in den Petterson und Findus - Büchern gab es so viele Kleinigkeiten im Hintergrund zu entdecken. Sven Nordqvist spielt mit Formen, Farben, Größen. Da fährt eine Eisenbahn durch ein paar Stuhlbeine hindurch, Bäume und Büsche entpuppen sich bei näherem Hinsehen als gigantisches Schachbrett. Jedes dieser sehr liebevoll und unglaublich detailreichen Bilderbuchseiten widmet sich einem anderen Thema, die von dem kleinen Jungen (immer gut an der roten Kappe zu erkennen) und seinem Riesenhund durchschritten, durchflogen oder durchschwommen wird. Man weiß nicht genau, wer da wen mit auf seinen Spaziergang nimmt, aber das ist ja letztendlich egal.
Dieses Bilderbuch steckt voller humorvoller, aber auch hintergründiger Details. Der Maler am Strand pinselt lieber die Insel mit Haus, die aussieht, wie aus einer Kinderzeichnung, anstatt die detailreichen schwimmenden Inseln zu zeichnen, im Kindergarten malen die Großen wie die Kleinen und die Kleinen gestalten zusammen ein Gemälde wie ein Renaissancemeister. Die Kirchturmspitze hat nicht nur ein Kreuz, nein, auf ihr prangt auch ein Halbmond gemeinsam mit einem Davidstern.
Fazit: Dieses wahrliche Meisterwerk spendet immer wieder neue "Lese"-Freude und hilft dabei, auch mal die eigene Perspektive zu wechseln.

Jede Familie hat ein Geheimnis

Barbara und ihr 15jähriger Sohn Tore leben in Berlin. Barbara hat sich von ihrem Ehemann getrennt und hat nun auch noch ihren Job in einem Museum verloren. Als die Nachricht kommt, dass ihr Vater im Sterben liegt, muss sich Barbara ihrer Vergangenheit stellen, die sie durch den Umzug in die Hauptstadt hinter sich gelassen hat.

Wieder daheim muss sie wieder mit den alten Bekannten und Freunden umgehen, alte Freundschaften pflegen und Feindschaften ruhen lassen, aber was noch mehr zählt, mit ihrem Bruder Kristian, einem fast autistisch anmutenden Tierarzt, über den Vater und somit über ihre Kindheit sprechen.
Nach und nach werden die dunklen Geschichten wieder ans Tageslicht gebracht. Tore ist verwirrt und enttäuscht, als er von einem weiteren Bruder erfährt, der seit 40 Jahren aus dem Leben der Familie verbannt wurde. Er will sich allein auf die Suche nach seinem Onkel machen, er braucht dringend jemandem, zu dem er als Vater aufschauen kann, zumindest hatte ich den Eindruck.
Die erste Begegnung wird dank Tores Freund David fast zum Desaster. David und seine Freunde sind nicht gerade zimperlich im Umgang mit Menschen und im Einhalten von Gesetzen. Tore ist auch dadurch etwas verwirrt, lässt sich aber sehr schnell in die kriminellen Machenschaften hineinziehen.
Karen versucht sich über den Sommer in ihrer Heimatgemeinde soweit einzurichten, dass sie mit ihrem Sohn versorgt ist. Ein Job im Museum bietet sich an und auf einmal ist sie die gefragte Künstlerin aus der Stadt. Mit ihrer ehemaligen Freundin Karen lässt sie fast die Vergangenheit wieder aufleben, merkt aber schnell, dass ein schönes weißes Tuch über die Schattenseite der ländlichen Idylle gelegt wurde. Und dann ist da noch Karens Mann Milan.
Dieser Roman ist sehr vielschichtig geschrieben und spricht viele unterschiedliche Themen (Massentierhaltung, Antibiotikamissbrauch, Jugendkriminalität...) an. Gleichzeitig ist er eine tiefgründige Beschreibung eines Familiendramas. Es ist immer wieder erstaunlich, wie die Traumata der Elterngeneration noch weit in die Kindergeneration hineinwirken können.
Ich gebe eine ganz klare Leseempfehlung und 5 Sterne!
Lisa Klein hat in ihrem Roman "Ich, Ophelia" eine sehr interessante Idee verfolgt und umgesetzt: Was wäre, wenn Ophelia (aus Shakespeares Drama Hamlet) doch nicht ins Wasser gegangen wäre?
 
Die Shakespeare-Expertin zeigt in ihrer Geschichte um das dänische Königshaus ein umfassendes Hintergrundwissen, flicht shakespeareske Maskeraden in die Geschichte ein und bedient sich zeitweilig auch der Sprache.
 
Die Geschichte wird aus Ophelias Sicht geschrieben. Sie beginnt mit ihrer Kindheit und ihrer Ankunft am dänischen Königshof in Helsingör. Schon als junges Mädchen verliebt sie sich in den wagemutigen Königssohn, der jedoch stets zwei Gesichter zu haben scheint. Sie genießt eine höfische Erziehung und wird auch in die Kräuterkunde eingeweiht.
Der Mittelteil behandelt das bekannte Drama um Hamlet und den Königsmord. Schon hier habe ich angefangen, Ophelia irgendwie aus den Augen zu verlieren, ihre Gefühle und Beweggründe nicht wirklich schlüssig nachvollziehen zu können. Von einer Geschichte, die aus der Ich-Perspektive geschrieben wurde, habe ich mir mehr erwartet.
Dann nimmt der Roman diese unerwartete Wendung, mit der ich mich persönlich schwer getan habe. Es war mir schlichtweg an manchen Stellen zu langatmig, ausschweifend. Dinge wurden erwähnt, die meiner Meinung nach nichts zum Gelingen dieser Geschichte beigetragen haben und auch das Ende hat mir leider nicht gefallen - aber das ist natürlich Geschmackssache.
Außerdem fand ich ein paar Mängel in der Übersetzung. Hätte man nicht für "ich bin dein Jack und du meine Jill" nicht ein deutsches Äquivalent finden können?
Es wird mit Blumensymbolik gespielt, die ich noch nie so gehört habe und dann an anderer Stelle wieder anders verwendet wurde - oder mir entzog sich an dieser Stelle das Verstehen, wer weiß. Wenn in Dänemark Lavendel und Rosmarin blüht, fange ich ebenfalls an zu grübeln.

Insgesamt hätte ich mir mehr erwartet. Deswegen vergebe ich nur drei Sterne für diesen Roman.

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